Ein Mineralstoffmangel entwickelt sich meist schleichend und zeigt sich über verschiedene Symptome. Zu den häufigsten Anzeichen gehören ein stumpfes, glanzloses Fell, Probleme beim Fellwechsel und eine schuppige, trockene Haut. Auch die Hufe leiden oft unter einem Mangel und werden brüchig, rissig oder wachsen nur langsam. Betroffene Pferde zeigen manchmal einen Leistungsabfall, ermüden schneller oder verlieren an Appetit und Gewicht, obwohl sie ausreichend Futter bekommen. Eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte kann ebenfalls auf ein geschwächtes Immunsystem durch Nährstoffmangel hinweisen.
Auch im Verhalten können sich Veränderungen zeigen. Pferde werden manchmal nervöser, schreckhafter oder unruhig, ohne dass es dafür eine erkennbare Ursache gibt. Ein besonders deutliches Zeichen ist das sogenannte Pica-Syndrom, bei dem erwachsene Pferde Holz oder Kot fressen, weil ihr Körper nach fehlenden Mineralstoffen verlangt.
Allerdings sind viele dieser Symptome unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Blutuntersuchung beim Tierarzt möglich. Wenn du Auffälligkeiten bei deinem Pferd bemerkst, solltest du zunächst die aktuelle Fütterung analysieren und dann mit deinem Tierarzt sprechen, um gegebenenfalls ein Blutbild erstellen zu lassen.